VDSF e.V. - Verband Deutscher Sportfischer

Peter Mohnert bleibt Präsident des Verbandes Deutscher Sportfischer

01.11.2010Peter Mohnert bleibt Präsident des Verbandes Deutscher Sportfischer

Göttingen – Peter Mohnert bleibt weiterhin Präsident des Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF). Einstimmig wählten ihn die Delegierten aus den Bundesländern auf der Jahreshauptversammlung in das Amt. Peter Mohnert tritt damit seine dritte Amtszeit an. Mit der Wiederwahl würdigten die Delegierten das große Engagement Mohnerts, der auch Präsident der European Angler Alliance (EAA) ist.

Wiedergewählt wurden auch die drei VDSF-Vizepräsidenten Dr. Mathias von Lukowicz (Wissenschaft), Heinz Günster (Fischerei) und Kurt Klamet (Jugend und Castingsport). Referent bleiben Prof. Dr. Kurt Schreckenbach (Natur, Umwelt und Tierschutz), Dr. Rainer Berg (Gewässerfragen), Werner Landau (Fischerei) sowie Krimhild Wagner (Casting). Bestätigt wurde der neue Referent für Jugendfragen Mario Raddatz. Alle Wahlen verliefen einstimmig.

In seinem Jahresbericht ging VDSF-Präsident Peter Mohnert auf die vergangenen acht Jahre seiner Präsidentschaft mit Erfolgen und Verbesserungen ein. Dem VDSF gehören fast 6.500 Vereine mit knapp 640.000 Mitgliedern an. Der VDSF vertiefte die Kontakte zur FDP-Fraktion im Bundestag. Mohnert: „Mit den Fraktionen von CDU und SPD bestehen Arbeitsbeziehungen auf einem Niveau, das noch verbesserungswürdig ist.“ SPD und CDU hielten sich sehr im „parteipolitischen Kalkül“ auf und vernachlässigten Sachthemen zunehmend.

Lob zollte Peter Mohnert Bundesministerin Ilse Aigner. Kontakte zu ihr und ihrem Ministerium seien deutlich gehaltvoller gewesen als mit Renate Künast (Grüne) oder Horst Seehofer (CSU). „Es ist uns gelungen, die unerträgliche Absicht von Ex-Minister Jürgen Trittin (Grüne) zu durchkreuzen, die deutsche Anglerschaft mit Verklappungsgut gleichzusetzen und vom Aufenthalt in Vogelschutzgebieten an Nord- und Ostsee fernzuhalten“, sagte Peter Mohnert.

Kritisch setzte sich Peter Mohnert mit dem Bundesministerium für Umwelt auseinander, in deren Arbeit die Angler offensichtlich nur widerwillig einbezogen werden. Trotz Politik-Wechsels seien die Mitarbeiter im Ministerium erhalten geblieben. Danach würden Antworten auf Briefe an den VDSF geschickt, die es im Wortlaut bereits vor einigen Jahren gegeben habe. Festlegungen im Koalitionsvertrag für ein Kormoranmanagement seien von der Verwaltung schlicht und einfach ignoriert worden. Peter Mohnert: „Jedem Demokraten bleibt ob dieser Ignoranz der Mund vor Staunen offen stehen.“ Auch am Ausbau der kleinen Wasserkraft werde offensichtlich aus ideologischen Gründen festgehalten. Sehr gut habe sich die Verbindung zu Abgeordneten des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlamentes erwiesen. Hier mussten nach der Neuwahl auch neue Kontakte geknüpft werden.

Dauerbrenner für die Angler bleibt die Kormoranproblematik, sagte Mohnert. Er hofft, die Interessen der Angler über die European Angler Alliance (EAA) mit einem Sitz in der Kormoranplattform vertreten zu können. Zwecks gezielter Lobbyarbeit betreibe der VDSF gemeinsam mit der EAA, den holländischen Anglern und der EFTTA seit 2005 ein gemeinsames Büro.
Peter Mohnert bleibt Präsident des Verbandes Deutscher Sportfischer
„Das wichtigste Dokument, die Satzung, liegt im Entwurf vor und wird von den Präsidien und vorsitzenden aller Landesverbände des VDSF einstimmig getragen“, umriss Peter Mohnert den Stand des bevorstehenden Zusammenschlusses von VDSF und Deutschem Anglerverband (DAV). Damit sei auch die Arbeit der Zwölfer-Kommission beendet. Mohnert verhehlte verschiedene Belastungsproben der bisher guten Zusammenarbeit von VDSF und DAV nicht. Zu erheblichen Irritationen habe sowohl das Eckpunkte-Papier des Sächsischen Verbandes als auch ein nach Angaben des DAV-Präsidenten nicht autorisiertes Schreiben des Präsidenten des Sächsischen Verbandes an das Umweltbundesamt geführt. Peter Mohnert: „Die Irritationen konnten beim Deutschen Fischereitag in München weitgehend ausgeräumt werden.“ Die Zeitschiene sieht vor, dass beide Verbände zum 1. Januar 2012 verschmelzen.

Michael Kuhr, Pressesprecher, LSFV Schleswig-Holstein


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