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25.10.2006
Prof. Dr. Schreckenbach und Dr. von Lukowicz ins Präsidium - Landwirtschaftsminister Ehlen betont die Bedeutung der Angelfischerei
Auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes Deutscher Sportfischer in Papenburg, Landkreis Emsland, am 20. 10. 2006 standen u. a. Präsidiumswahlen im Vordergrund der Veranstaltung, die in der Stadthalle/Hotel Alte Werft stattfand. Die Delegierten der VDSF-Landesverbände wählten Peter Mohnert einstimmig wieder zum Präsidenten des VDSF.
Damit wurde seine Politik, sein außerordentliches persönliches Engagement und seine vielfältigen Aktivitäten für die Belange des VDSF eindrucksvoll gewürdigt. Die Delegierten zollten ihm nach seiner Wiederwahl lang anhaltenden Beifall.
Ebenso starken Beifall erhielt Dr. von Lukowicz bei seiner Wahl als Vizepräsident des VDSF. Er war langjähriger Leiter der Landesanstalt für Fischerei, Starnberg, und als Wissenschaftler mit internationalem Ruf prädestiniert für das Amt im VDSF-Präsidium.
Die Nachfolge im Amt von Prof. Dr. Günter Keiz, der viele Jahre das Referat Natur- und Tierschutz im Präsidium innehatte, trat mit einstimmigem Votum der Delegierten der ebenfalls international renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Kurt Schreckenbach an.
Prof. Dr. Günter Keiz wurde für seine langjährige Tätigkeit und seine hohen Verdienste für den VDSF znd die deutsche Angelfischerei einstimmig zum Ehrenmitglied des VDSF ernannt. Die Versammlung dankte ihm mit lang anhaltendem Applaus. Er wird dem VDSF nach eigenen Worten auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.
In ihren Ämtern wurden bestätigt: Christian Uhlitzsch (Vizepräsident), Egon Stübinger (Vizepräsident), Heinz Günster (Vizepräsident,), Klaus-Rainer Krause (Verbandsju-gendleiter, bestätigt), Wolfgang Düver (Referent für Öffentlichkeitsarbeit), Kurt Klamet (Referent für Casting).
Für den nicht mehr kandidierenden Referenten für Fischerei Stefan Kumbier wurde als Nachfolger Werner Landau einstimmig gewählt.
Der Landesfischereiverband Weser-Ems e. V. - Sportfischerverband - war Ausrichter der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Er hatte mit seiner Mannschaft und seinem Präsidenten Bernhard Pieper, Papenburg, an der Spitze alles getan, damit die Delegierten aus ganz Deutschland ein schönes und unvergessliches Erlebnis aus dem Emsland mitnehmen konnten.
Dazu gehörte die Eintragung des VDSF-Präsidiums ins Goldene Buch der Stadt Papenburg anläßlich eines Empfangs bei Bürgermeister Ulrich Nehe. Er betonte, dass seine Stadt und er selbst sich durch die Ausrichtung der Jahreshauptversammlung eines so großen Bundesverbandes sehr geehrt fühlten und würdigte dies auch im historischen Ratssaal und später bei seinem Grußwort in der Feierstunde am Vormit-tag der Jahreshauptversammlung entsprechend.
Dazu gehörte auch das umfangreiche und - wie sich herausstellte - besonders interessante Programm u. a. mit dem Besuch der weltberühmten Meyer-Werft und einer Hafenrundfahrt sowie einem "Emsländischen Abend" in der Stadthalle.
In seiner Begrüßungsansprache in der Feierstunde am 20. 10. stellte Präsident Bernhard Pieper den Delegierten, Politikern und Ehrengästen und Stadt und Region Papenburg sowie die Probleme und Sorgen der Fischerei in Weser-Ems vor.
Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle in die Ems ist nach seinen Wor-ten abhängig von einer funktionierenden Durchwanderbarkeit für diese Fischarten. Um dieses Ziel zu erreichen, seien noch einige Schwierigkeiten zu überwinden, die auch mit den Ausbaggerungen durch den Schiffsbetrieb der Meyer-Werft zusammenhängen.
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen lobte den rund 700.000 Mitglieder starken VDSF für seine Arbeit, die kein Eingreifen von staatlicher Seite erforderlich mache. Unter großem Beifall sagte er: "Die Hege gehört nach un-serer Auffassung in die Hände derjenigen, die sich am besten damit auskennen." Er wies darauf hin, dass etwa zwei Prozent der acht Millionen Niedersachsen Sportfischer sind.
Dr. Christel Happach-Kasan, MdB, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion zeigte in Ihrem Grußwort viel Verständnis für die Sorgen der Sportfischer in Deutschland. Insbeson-dere die Kormoranproblematik beschäftige sie, ebenso wie den VDSF, bereits seit mehr als zehn Jahren.
Warum der Kormoran eine solche Symbolkraft für den Naturschutz bekommen habe, sei für sie nicht nachvollziehbar. Zum Schutz der Fischfau-na müsse der Kormoran bejagt werden dürfen. Mit der FDP-Bundestagsfraktion wer-de sie das Thema der Bundesregierung vortragen, versprach sie.
Peter Mohnert bedankte sich bei den Politikern für Ihre Unterstützung und versprach, den eingeschlagenen Weg zur politischen Stärkung der Angelfischerei - vor allem auch in Richtung Europa - weiter zu verfolgen.
Er bedankte sich bei Bernhard Pieper für die vorbildliche Ausrichtung der Veranstaltung und schloß die Versammlung mit dem Ausblick auf die Jahreshauptversammlung am 19. Oktober 2007 in Hamburg.
Wolfgang Düver
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