VDSF e.V. - Verband Deutscher Sportfischer

Medaillenregen bei der Weltmeisterschaft
-Deutsches Team schreibt Castingsportgeschichte.-

Jens Nagel auf dem Weg zu einer seiner sieben Medaillen. Die deutsche Castingsportmanschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Bern ein sensationelles Ergebnis erzielt. Mit 14 Gold, 6 Silber und 8 Bronzemedaillen war das Team das erfolgreichste Land unter allen Teilnehmernationen.
Vom 7. bis zum 12. September gingen in der Alpenrepublik 102 Sportler aus 21 Ländern an den Start. Vertreten war die Créme de la Créme des Castingsports, die für hochklassige, spannende und spektakuläre Wettkämpfe sorgte. Unter den Augen von VDSF Präsident Peter Mohnert und Vizepräsident Egon Stübinger hatte das deutsche Team am ersten Tag gleich mehrmals Grund zum Jubeln.
In unmittelbarer Nähe des Berner Wankdorf Stadions, also an sporthistorischer Stätte, begann mit der ersten Disziplin "Fliege Ziel" der Siegeszug der deutschen Castingsportler.

Die Medaillengewinner im Einzelnen:
Disziplin Medaille Herren Damen
Fliege Ziel Gold
Bronze
Otmar Balles
Heinz Maire-Hensge
Jana Maisel
Fliege Weit Einhand Gold
Bronze

Wiebold Visser
Kathrin Ernst
Gewicht Präzision Gold Jens Nagel -
Gewicht Ziel Gold Jens Nagel -
Gewicht Weit Einhand Bronze Heinz Maire-Hensge Anke Jahn
Fünfkampf Gold
Silber
Jens Nagel Jana Maisel
Anke Jahn
Gewicht Weit Zweihand Silber Jens Nagel -
Siebenkampf Gold Jens Nagel -
Multi Ziel Einhand Gold
Silber
Bronze

Heinz Maire-Hensge
Jana Maisel
Kathrin Ernst
Anke Jahn
Multi Weit Zweihand Gold
Bronze

Heinz Maire-Hensge
Kathrin Ernst
Jana Maisel
Allround Gold
Silber
Bronze
Heinz Maire-Hensge
Jens Nagel
Jana Maisel
Anke Jahn
Kathrin Ernst
Mannschaft Gold Deutschland
mit Nagel, Maire-Hensge, Stein und Visser
Deutschland
mit Maisel und Jah


Der VDSF stellte mit Krimhild Wagner, Rudolf Hörl und Wolfgang Feige-Lorenz drei wichtige internationale Schiedsrichter bei der WM. Der gesamte Bahnaufbau wurde ebenfalls aus Deutschland unter der Leitung von Uwe Tempel und seinem Team durchgeführt.

Das Wort "Casting" leitet sich vom englischen Verb "to cast" ab und heißt so viel wie werfen oder schleudern. Generell unterscheidet man zwischen Präzisions- und Weitwurfdisziplinen.
Bei Fliege Ziel gilt es, ab einem Podest die Turnierfliege in fünf Becken zu werfen, die zwischen 8 und 13 Meter entfernt sind. Ab demselben Podest wirft der Caster die Fliege in der Disziplin Fliege Weit Einhand möglichst weit ins Feld. Bei der Disziplin Gewicht Präzision muss ein Gewicht in eine Zielscheibe geworfen werden, wobei die Würfe in genau vorgeschriebenen Positionen erfolgen müssen. Bei Gewicht Ziel sind fünf Ziele in einer Distanz von 10 bis 18 Metern zu treffen.
Die deutschen Sportler gehören seit Jahren regelmäßig zu den Medaillengewinnern bei internationalen Turnieren und zur Weltspitze im Castingsport. Für die Disziplin Gewicht Weit Einhand darf der Caster eine 2,5 Meter lange Spinnrute verwenden, er muss das 7,5 Gramm schwere Gewicht möglichst weit schleudern. Auch bei Fliege Weit Zweihand und bei Gewicht Weit Zweihand sind möglichst weite Würfe das Ziel. Für die Disziplin Gewicht Multi Ziel muss eine Multirolle verwendet werden, die als schwierig zu werfendes Gerät gilt.
Die Ziele sind 12 bis 20 Meter entfernt. Die gleiche Rolle kommt bei Gewicht Multi Weit Zweihand zum Einsatz. Der Fünfkampf umfasst die Disziplinen 1 bis 5, der Siebenkampf die Disziplinen 1 bis 7 und Allround alle 9 Casting Disziplinen.
Die deutschen Sportler gehören seit Jahren regelmäßig zu den Medaillengewinnern bei internationalen Turnieren und zur Weltspitze im Castingsport.
V.i.S.d.P.
Wolfgang Düver
-Referent für Öffentlichkeitsarbeit-
Abdruck honorarfrei - Belegexemplar erbeten

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