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12.08.2008
Wie bereits in den vergangenen Jahren mehrfach berichtet, beschäftigt sich das Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow (IfB) derzeit schwerpunktmäßig mit den Ursachen des Bestandsrückgangs beim Aal sowie den Möglichkeiten einer gezielten Förderung der Aalbestände in Brandenburger Gewässern.
Im Hinblick auf die nach einer neuen EU-Verordnung zu erarbeitenden Bewirtschaftungspläne für die Aalbestände in unseren Binnengewässern ist es wichtig, Informationen und Daten zur Zahl der in die Sargassosee zum Laichen abwandernden Blankaale, zu ihrem Wanderverhalten und zu den Hauptwanderwegen zu sammeln.
Von unserem Institut werden deshalb auch in diesem Jahr mehrere Hundert Blankaale gefangen, markiert und zum Teil mit Sendern versehen in die Gewässer ausgesetzt, um deren Weg ins Meer zu dokumentieren. Die bisher von Berufsfischern und Anglern eingegangenen Fangmeldungen sind zwar sehr erfreulich, reichen aber für eine Einschätzung der Bestände noch nicht aus.
Wer also in Havel, Elbe und Oder bzw. mit ihnen in Verbindung stehenden Gewässern Aale fängt, sollte sich diese unbedingt genauer ansehen !
Aale, die einen auffälligen, orangefarbenen Markierungsstreifen in der Nähe der Afterregion tragen oder eine ca. 2 cm lange, mit blauem Garn vernähte Operationswunde an der Bauchunterseite aufweisen (s. Abbildungen) bitten wir in eine Plastiktüte verpackt einzufrieren und umgehend dem Institut unter folgender Kontaktadresse zu melden:
Erik Fladung oder Janek Simon
Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow
Im Königswald 2
14469 Potsdam
Telefon 033201 / 406-0
E-mail: erik.fladung@ifb-potsdam.de.
Unser Institut setzt eine Fangprämie von 25 Euro pro markierten bzw. besenderten Aal aus. Die Vergütung erfolgt bei Aushändigung / Abholung des Aals, zu dem wie gehabt Fangdatum und genauer Fangort bekannt sein müssen.
Aal mit orangefarbener Markierung in der Afterregion (Foto: Simon)
Lage der orangefarbenen Markierung am Bauch
Aal mit in die Leibeshöhle implantiertem Sender (Foto: Simon)
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